Informationen


Übersicht Infoseite:

  1. Literaturempfehlung

  2. Blutgruppen

  3. Kastration

  4. Giftpflanzen

  5. Meine Kittenpreise

  6. Kippfenstersyndrom

  7. Kauf einer Rassekatze

     


Literaturempfehlung

Titel Autor Verlag Bemerkungen über Inhalt
Katzenkinder entdecken die Welt Monika Wegler Gräfe & Ulzer

Die ersten sechs Lebensmonate

Wie Katzenkinder sich entwickeln und lernen

Mit Geschichten aus dem Leben von fünf Kätzchen

Katzensprache richtig deuten & verstehen Helga Hofmann Gräfe & Ulzer

Schritt für Schritt zum Katzendolmetscher

Lernprogramm für Mensch und Katze

Praxishandbuch Katzen Gerd Ludwig Gräfe & Ulzer

Das Nachlagewerk für alle Katzenhalter

Mit den beliebtesten Rassen im Porträt

Schnell zum Ziel: Quickfinder von A bis Z

Britisch Kurzhaar Katzen Anita Betz Ulmer Eugen Verlag

Artspezifische Bedürfnisse erkennen

Verhalten und Charaktermerkmale verstehen

Pflege, Ernährung und Gesunderhaltung

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Blutgruppen

Bei der Katze gibt es drei Blutgruppen: A, B und AB. Einen direkten Zusammenhang mit dem menschlichen AB0-System gibt es nicht. Die Blutgruppe ist eine Eigenschaft der Hülle der roten Blutkörperchen (Erythrozytenmembran) und wird durch verschiedene Neuraminsäuren in deren Glykolipiden bestimmt.

Die Blutgruppen werden autosomal-dominant vererbt. Dabei ist A dominant über B. Katzen mit der Blutgruppe A können also genetisch homozygot (A/A) oder heterozygot (A/B) sein, solche mit Blutgruppe B sind stets homozygot (B/B). Bei einem verschwindend geringen Prozentsatz der Katzen sind auf der Erythrozytenmembran sowohl die Eigenschaften der Blutgruppe A als auch der Blutgruppe B vorhanden. Diese Tiere haben die Blutgruppe AB. Darüber, wie dies genetisch zu erklären ist, ist man sich derzeit noch nicht einig. Die Auffassung, dass die Blutgruppe AB nichts mit den Blutgruppen A und B zu tun hätte und durch ein weiteres Gen vererbt würde, halte ich für falsch. Warum haben Katzen mit der Blutgruppe AB sonst weder Antikörper gegen die Blutgruppe A noch B? Logisch nachvollziehbar ist vielmehr, dass es einen weiteren Genort gibt, von dem aus die Dominanz des Gens für A über das für B unterdrückt werden kann; also eine Epistasie-Hypostasie-Beziehung, wie bei Agouti und Tabby.

In der freien Natur haben die Blutgruppen nahezu keine Bedeutung, da die Hauskatzen fast alle Blutgruppe A haben. Am wahrscheinlichsten werden wohl Britenzüchter mit der Problematik konfrontiert, da hier die Blutgruppe B am häufigsten auftritt, nämlich bei bis zu 40 % der Katzen. Katzen mit der Blutgruppe B auf ihren roten Blutkörperchen haben in ihrem Serum (Blutwasser) zumeist einen sehr hohen Spiegel (Titer) von Anti-A-Antikörpern. Katzen mit der Blutgruppe A haben zwar Anti-B-Antikörper, diese sind jedoch so niedrig konzentriert, dass sie keine praktische Bedeutung erlangen. Antikörper gegen die eigene Blutgruppe liegen nie vor, sogenannter Horror autotoxicus.

Um Probleme zu vermeiden, sollte eine B-Katze nicht von einem A-Kater gedeckt werden. Da nunmehr die Blutgruppenbestimmung bei gewissenhaften Züchtern zum Standard gehört, empfiehlt es sich, nur reine A- oder B-Zuchten zu halten. Bei Rassen, wo die Blutgruppe B nur sehr selten auftaucht, wie bei Abessiniern, Norwegern oder Maine Coon, sollten B-Tiere, insbesondere B-Kätzinnen, nicht zur Zucht verwendet werden.

Trägt nun eine B-Kätzin A-Kitten, weil sie dennoch von einem A-Kater gedeckt wurde, so sind während der Schwangerschaft noch keine Probleme zu erwarten, da die Blutgruppen-Antikörper nicht plazentagängig sind, d. h. nicht vom Blut der Mutter in das der Kitten gelangen können. Auch sind die Antikörper unabhängig von einer Schwangerschaft vorhanden und werden nicht etwa erst durch Kontakt mit Blut der anderen Blutgruppe angebildet. Deshalb hat die Pathophysiologie der Blutgruppenunverträglichkeit der Katze nichts mit der Rhesusinkompatibilität beim Menschen zu tun, wo erst bei der zweiten Schwangerschaft Probleme auftreten können. Bei der Katze muss man also bereits beim ersten Wurf wachsam sein.

Nehmen A-Kitten kurz nach der Geburt beim Säugen aus der Muttermilch einer B-Katze Anti-A-Antikörper auf, so gelangen diese über den Darm ins Blut und zerstören dort die roten Blutkörperchen. Dies gilt auch für A-Kitten, die an B-Ammen säugen. Es kommt zur sogenannten felinen neonatalen Isoerythrolyse (FNI) oder fading kitten Syndrom. Der Urin verfärbt sich von dem zersetzten Blut bräunlich und die gesund geborenen Kitten versterben rasch, weil nicht mehr genügend rote Blutkörperchen für den Sauerstofftransport vorhanden sind und die Zerfallsprodukte den Körper vergiften.

Mancher Briten-Züchter wird einwenden: Ich lasse schon seit Jahren meine B-Katze von A-Katern decken und noch nie ist etwas passiert. Dies liegt an der Konzentration der Anti-A-Antikörper. Ist diese gering (1 : 32 oder niedriger), so kommt es, ähnlich wie bei A-Katzen mit B-Kitten, nicht zu einer dramatischen Zerstörung der roten Blutkörperchen. Derzeit bestimmt meines Wissens nur ein Labor den Anti-A-Titer, das European Veterinary Laboratory in Woerden bei Utrecht in den Niederlanden. Bei Einsendung von etwa 1 ml EDTA-Blut werden für € 30 Blutgruppe und Anti-A-Titer (natürlich nur bei Blutgruppe B) bestimmt. So viel kostet in Deutschland die Blutgruppe meist schon allein.

Was ist nun bei Risikoverpaarungen (B-Kätzin mit A-Kater) zu tun. Da der Darm der neugeborenen Kitten innerhalb der ersten 24 Stunden für Immunglobuline undurchlässig wird, sind später natürlich weiterhin über die Muttermilch aufgenommene Antikörper unschädlich. Eine Handaufzucht innerhalb dieser Zeit löst also das Problem, birgt aber in sich ein nicht zu unterschätzendes Sterblichkeitsrisiko. Damit man wirklich nur die A-Kitten diesem Risiko aussetzt, kann man mit über den Tierarzt beziehbaren Testkarten selbst die Blutgruppe bestimmen. Den Alleinvertrieb für Deutschland hierfür hat Laboklin, Bad Kissingen. Das aus dem plazentaseitigen Nabeschnuranteil gepresste Blut muss vorerst in einem EDTA-Röhrchen ungerinnbar gemacht werden. Dann wird es mit der mitgelieferten Pipette auf die Testkarte aufgetragen. Gerinnt (agglutiniert) das Blut dann im Feld A, liegt die Blutgruppe A vor, gerinnt es im Feld B, Blutgruppe B, gerinnt es in beiden Feldern, Blutgruppe AB. Nach 24 Stunden 2 ml KMR-Milch zweistündlich können die A-Kitten dann wieder bei ihrer Mutter trinken.

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Kastration

 Die Kastration 

Warum kastrieren?

Die Kastration von Kater und Katze stellt immer noch ein unter Katzenbesitzern heiß diskutiertes Thema dar. Viele Sorgen und Ängste hört man immer wieder, wenn es um die Entscheidung „pro oder kontra" Kastration geht. Trotz aller Bedenken—besteht der Wunsch, die Fortpflanzungsfähigkeit von Kater und Katze zu unterbinden und somit unerwünschten Nachwuchs zu vermeiden, so ist die Kastration als Mittel der Wahl anzusehen. Im Vergleich zu den zuvor beschriebenen Alternativen (siehe Kapitel 3) stellt sie für das Tier und seinen Besitzer die schonendste Methode dar. Neben der Verhinderung einer unerwünschten Trächtigkeit, bringt die Kastration zahlreiche Vorteile mit sich, die nachfolgend besprochen werden. Diese helfen Ihnen dabei, die Entscheidung für eine Kastration Ihrer Katze zu treffen. Eventuell bestehende Ängste können hoffentlich zerstreut werden. Betrachten Sie die Kastration als wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung Ihrer Katze.

 Die Kastration als Gesundheitsfaktor!

Untersuchungen belegen, dass kastrierte Katzen im Vergleich zu ihren unkastrierten Artgenossen doppelt so alt werden können'! Lesen Sie nachfolgend die wesentlichen Vorteile, die eine Kastration mit sich bringt:

Die Gesundheit von „potenten" Katzen ist bei weitem stärker gefährdet als bei kastrierten Tieren. Insbesondere die paarungsfähigen Kater beanspruchen ein riesiges Territorium, welches sie bei ihrer Partnersuche durchstreifen. Auf ihrem Weg sind sie ständig erhöhten Risiken ausgesetzt wie:

  • Autounfälle
  • Jagdunfälle
  • Verletzungen durch Kämpfe mit anderen Katzen
  • Infektionskrankheiten
    (z. B. FeLV, FIP, FIV)

Durch die bestehenden Gefahren und den Stress wird auch das Immunsystem von nicht kastrierten Tieren im Vergleich zu kastrierten Katzen wesentlich stärker beansprucht. Kastrierte Katzen müssen nicht mehr umherstreifen, ihr Aktionsradius verringert sich. Sie verkleinern ihr Territorium merklich und suchen eher die Nähe zum Haus. Heftige Revierkämpfe um die Gunst eines Weibchens verlieren beim Kater nach der Kastration ihren Reiz; die Gefahr von Verletzungen und Infektionen sinkt. Außerdem sind Autounfälle und Jagdunfälle weniger zu befürchten, da sich die Tiere nicht mehr so weit entfernen und riskante Streifzüge ausbleiben. Insgesamt erhöht sich die Lebenserwartung der Kater deutlich! Durch die Entscheidung für eine Kastration Tragen Sie folglich Sorge für ein längeres, sichereres Leben Ihres Tieres!

Geschlechtsreife Katzen hinterlassen Spuren!

Dies gilt insbesondere für nicht kastrierte Kater, aber auch Kätzinnen zeigen dieses Verhalten. Mit großem Eifer wird jede Gelegenheit genutzt, um das eigene Revier mit Harn zu „markieren". Bei aufgestelltem Schwanz werden Gegenstände im Territorium mit Urin bespritzt. Freigänger wählen dazu Bäume oder Sträucher an den territorialen Grenzen, Wohnungskatzen bedienen sich der vorhandenen Wände, Schränke o. Ä. Der Geruch des abgesetzten Urins ist äußerst unangenehm und penetrant. Kastrierte Katzen müssen nicht mehr aus Gründen des Sexualverhaltens auf diese Weise ihr Territorium kennzeichnen—sie verzichten darauf. Ein Vorteil der Kastration, der in erster Linie für Sie persönlich Vorteile bringt!

Kastrierte Katzen und Kater leben stressfreier!

Die tief greifenden Veränderungen des Sexualzyklus, die insbesondere bei der Kätzin ausgeprägt sind, entfallen. Kastrierte Katzen können zudem gänzlich auf die aufreibende Partnersuche und das dann folgende „Werben" um die Gunst des potenziellen Partners verzichten. Nicht kastrierte Katzen, bei denen die Trächtigkeit ausbleibt, werden schon nach kurzer Zeit wieder rollig. Der damit verbundene Stress ist für das Tier und seinen Besitzer nicht unerheblich. Unkastrierte Wohnungskatzen sind oft wegen der Gefahr einer unerwünschten Trächtigkeit zur Einzelhaltung verdammt. Die Kastration ermöglicht ein unbelastetes Katzenleben zusammen mit Artgenossen. Insgesamt lebt die kastrierte Katze deshalb einfach „sorgenfreier".

Kastrierte Katzen sind immer noch hervorragende Jäger!

Oft hört man die Aussage: „Ich lasse meine Katze nicht kastrieren, weil sie dann faul wird und keine Mäuse mehr jagt."
Das Gegenteil ist oft der Fall—kastrierte Katzen können sich voll und ganz auf die Jagd konzentrieren und werden nicht mehr durch den Sexualtrieb abgelenkt. Geduldige Jäger sind erfolgreicher!
Sie sehen Ihre kastrierte Katze häufiger! Nicht kastrierte Tiere kehren von ihren Streifzügen oft erst nach einigen Tagen zurück. Bis zu ihrer Rückkehr leben die Besitzer in ständiger Sorge, was passiert sein könnte. Taucht die Katze dann wieder auf, erholt sie sich nur kurz, um sich bald darauf wieder auf den Weg zu machen. Kastrierte Katzen sind selbstverständlich auch aktiv und unterwegs, sie lassen sich aber häufiger in Ihrer Nähe blicken und entfernen sich nicht mehr so weit. Man sagt kastrierten Katzen außerdem nach, dass sie wesentlich anhänglicher und verschmuster sind—welcher Katzenbesitzer wünscht sich das nicht?

 Giftpflanzen

Zu diesem Thema verweise ich auf eine interessante Seite einer befreundeten Züchterin dessen Link sie hier finden: Giftige Pflanzen

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Meine Kittenpreise

 

Ich habe lange überlegt, ob ich die Preise für meine Kitten hier veröffentliche und bin zu dem Entschluss gekommen, dies zu tun. Die Gründe hierfür liegen darin, dass zu ca. 90 % der Erstanfragen die erste Frage lautet: „Was würde bei Ihnen denn ein Kitten kosten?“. Ungeachtet dessen, das von diesen Anfragen zu fast 100 % kein weiterer Kontakt zustande kommt, veröffentliche ich hier meine Preise, um dieser Flut von Anfragen aus dem Weg zu gehen. Der wirklich Interessierte kann für sich entscheiden, ob er sich eine Rassekatze leisten kann oder lieber eine Katze aus dem Tierheim oder vom nächsten Bauernhof gegen Schutzgebühr holt.

 

Eine Kalkulation gebe ich hier nicht preis, welches schon von sehr vielen Züchterkollegen auf ihren HP-Seiten getan wird. Diese sind im Ansatz richtig, der Kaufmann um "die Ecke" hängt seine Kalkulation aber auch nicht an seine Preisschilder. Für meine Begriffe handelt es sich bei den Kitten nicht um eine kalkulierbare Ware sondern um ein Lebewesen, dessen Kreatur mit Wertschätzung geachtet werden sollte und sich über meine Preise wiederspiegelt.

 

Selbstverständlich ist das Ziel, über den Preis die Kosten meines Hobbys einigermaßen zu decken. Da bestimmte Farben der Kitten einer gewissen Modeerscheinung sowie von Angebot und Nachfrage bestimmt sind, sind die Preise nach Farbe und Geschlecht unterschiedlich.

 

 

Farbe

Liebhaberpreis Kater ♂

Liebhaberpreis Katze ♀

Preis für Züchter

Blue

Blue-Tortie

Black

Red

480

 

 

480

Je nach zusätzlichen Untersuchungen (Blutgruppenbestimmung, Screening) 150 bis 200 Euro mehr als die Liebhaberpreise

Cream

Lilac

Lilac-Tortie

 

Black-Tortie

480

480

Chocolate

Chocolate-Tortie

550

550

Cinnamon

Fawn

750

700

Farben mit Weißanteil oder Point

kein Aufpreis

kein Aufpreis

 Stand: Oktober 2011

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 Das Kippfenstersyndrom

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Der Frühling steht ins Haus und endlich kann man die Wohnung wieder lüften, ohne gleich zu erfrieren. Mit steigenden Temperaturen kann das Fenster dann nach Ende der Heizperiode auch mal länger geöffnet bleiben. Aber die in Deutschland üblichen Kippfenster stellen eine verhängnisvolle Falle für unsere Stubentiger dar, die jedes Jahr zu gefährlichen, teilweise tödlichen Verletzungen führt.

Wie passiert es?

Wenn der Spalt zwischen der Fensterlaibung und dem gekippten Fenster groß genug ist, kann eine neugierige Katze ihren Kopf im oberen Teil nach draußen drücken, indem sie sich zum Beispiel auf die Hinterbeine stellt. Meist passiert das schon beim neugierigen Schnuppern. Da Katzen kein starres Schlüsselbein haben wie wir Menschen, können sie ihren gesamten Körper durch alle Öffnungen zwängen, durch die ihr Kopf hindurchpasst. Und das wird eine Katze unter Umständen in dieser Situation auch probieren. Meist rutschen die Katzen dabei aber ab und bleiben im nach unten spitzwinkelig zulaufenden Spalt stecken. Befreiungsversuche der Katze machen die Situation noch schlimmer, da sie dadurch noch tiefer in den Spalt rutscht.

Welche Verletzungen können entstehen?

Zunächst wird durch das Einklemmen die Hauptschlagader im Bauch zusammengedrückt, so dass der Blutdurchfluss zu den Hintergliedmaßen unterbrochen wird. Die dort liegenden Muskeln und Nerven werden in folge der mangelhaften Durchblutung nur noch ungenügende mit Sauerstoff versorgt (Ischämie) und in den Zellen entstehende giftige Stoffwechselendprodukte können nicht mehr abtransportiert werden. Folge ist eine Übersäuerung (Azidose) der Muskulatur, die letztlich zum Absterben von Muskelzellen und zur Schädigung von Nervenzellen führen kann, was sich in einer Lähmung der Hinterbeine äußert. Möglich ist auch die Bildung von Thromben an der Verzweigung der Aorta . Wird die Katze befreit, können Schadstoffe, die sich im abgeklemmten Bereich der Körper angesammelt haben, in den gesamten Körperkreislauf gelangen. Im Herzen können sie zu schweren Schädigungen und Herzrhythmusstörungen führen. Zudem kann es zu einem sogenannten Rehpeerfusionssyndrom kommen, bei dem Zellen des Immunsystems geschädigte Gewebebezirke angreifen und dabei teilweise auch gesundes Gewebe zerstören.

Weitere mögliche Schädigung betreffen den Dickdarm und die Harnblase. Durch die Quetschungen können die Organwände beschädigt werden und die versorgenden Blutgefäße reißen. Dies kann es zum Absterben von Schleimhautteilen und Fettgewebe (Nekrose) bis hin zur vollständigen Blasenneurose führen. Darüber hinaus können Bereiche der Wirbelsäule, des Rückenmarks und andere innere Organe geschädigt werden.

Was ist zu tun?

Die Katze muss umgehend befreit werden und bedarf danach in jedem Fall tierärztlicher Betreuung. In der Regel befinden sich die Tiere in einem Schockzustand, haben eine stark erhöhte Herzfrequenz und sind unterkühlt, vor allem im Bereich der Hinterbeine. Meist sind die Hinterbeine gelähmt und im vorderen Oberschenkelbereich verhärtet. Die Verletzungen sind mit starken Schmerzen vor allem im Bauchbereich verbunden. Häufig setzen die Katzen aufgrund der Schädigungen der Blase blutigen Urin ab. Creatin-Kinase-Wert und der GOT-Wert im Blut sind stark erhöht, was ein Indikator für die Gewebsschädigung in Herz- und Skelettmuskulatur ist.

An erster Stelle steht eine Schockbehandlung mit Infusionen, Wärmezufuhr und unter Umständen Kortisongaben. Eine Schmerzbehandlung ist auch dann angezeigt, wenn die Katze keine oder nur dezente Schmerzsymptome äußert, da Schmerzen in hinteren Bauchbereich den Urin- und Kotabsatz behindern.

Für eine weitere Prognose sind neurologische Untersuchungen und Röntgenaufnahmen unerlässlich, um das Ausmaß der Schädigung festzustellen.

Die weiter Behandlung besteht vor allem aus Physiotherapie mit Massagen sowie Beuge- und Streckübungen der Gliedmaßen.

Wie sind die Aussichten?

Die Prognose bei dieser lebensbedrohlichen Unfallform liegen bei 75% vollständiger Erholung (Studie von Fischer, Weiss, Cizinauskas, Vannini, Jaggy ) In der Regel dauert die Erholungsphase zwölf Tage bis zwei Monate.

Wie kann man es verhindern?

Verletzungen an Kippfenstern kann man auf einfache Weise durch das Anbringen eines sogenannten Kippfensterschutzes verhindern. Diese Gitter kann man für knapp 10 Euro pro Stück überall im Zoohandel beziehen - Geld, das gut investiert ist!

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Kauf einer Rassekatze (Tipps)

 

Eine Rassekatze kaufen

Wenn Sie eine Rassekatze bei einem Züchter erwerben wollen, sollten Sie auf bestimmte Dinge achten

 

 

 

 

Dies sind Anzeigen dafür, dass es sich um einen Vermehrer handelt:

Seriöse Züchter erkennt man daran:

  • Die Katzen werden separat gehalten und machen nicht den Eindruck, an Menschen gewöhnt zu sein.

  • Die Tiere leben mit ihren Menschen zusammen, wirken munter und zutraulich.

  • Sie sollen bereits im Alter unter drei Monaten abgegeben werden.

  • Sie werden frühestens im Alter von 12 Wochen, besser mit 14-16 Wochen abgegeben.

  • Der Züchter kann nicht nachweisen, dass das Jungtier die notwendigen Impfungen und Wurmkuren erhalten hat und kein Gesundheitszeugnis vorlegen.

  • Der Züchter legt Nachweise über Impfungen, Entwurmungen und Gesundheitszeugnis vor.

  • Er gehört keinem Katzenverein an und hat deshalb keine Papiere (Stammbaum) besorgt.

  • Er ist Mitglied in einem Katzenverein und im Besitz der entsprechenden Papiere für Eltern- und Jungtiere.

  • Die Katze wird zu einem günstigeren Preis als üblich abgegeben.

  • Der Preis für das Tier liegt im Rahmen des Üblichen.

  • Sie erhalten die Katze nur gegen Cash und ohne Kaufvertrag.

  • Sie müssen einen Kaufvertrag unterzeichnen, der auch Auflagen und Regelungen für die Zeit nach der Übergabe enthalten kann.

  • Der Züchter interessiert sich nicht dafür, wie das Tier bei Ihnen leben wird.

  • Der Züchter stellt Ihnen viele Fragen und will die Katze persönlich zu Ihnen bringen.

 

Trifft einer dieser Punkte zu, seien Sie wachsam und fragen Sie nach. Treffen zwei oder mehr Punkte zu, gehen Sie bitte gleich wieder. Solche Praktiken sollte man nicht unterstützen!

 

 

Auswahl einer Jungkatze aus einem Wurf

Ist der geeignete Züchterhaushalt gefunden und Einigung über den Kauf erzielt worden, wird man eine Anzahlung verlangen, wenn das Tier noch zu jung ist, um gleich zu Ihnen zu wechseln. Das ist üblich und schafft Sicherheit zwischen altem und neuem Besitzer. Wenn Sie unter mehreren Jungtieren auswählen können, nehmen Sie sich Zeit dafür. Jetzt sollte – nach so viel Verstand – das Herz sprechen. Ob es das Kätzchen ist, das da spontan auf Sie zukommt und spielen will, oder das andere, das Sie etwas verschlafen vom Sessel her anblinzelt? Oder gar alle beide oder ein Tier aus einem früheren Wurf, das noch nicht vermittelt ist? Oder ob Sie dem Züchter die Entscheidung überlassen: Das hängt nur von dem Gefühl ab, das Sie in dem Moment haben. Es muss über viele Jahre weiter tragen, denn Sie werden lange in der Gesellschaft dieser Katze leben.

 

 

 

 
 

 

Wer eine Edelkatze möchte, sollte zunächst Informationen sammeln und dann nach seiner auserwählten Katze suchen, und zwar bei seriösen Züchtern, nicht bei Vermehrern. 

Alle Katzen sind liebenswert – aber manchmal verliebt sich jemand in eine ganz bestimmte Rasse, sei es auf einer Ausstellung, bei Bekannten oder auf einem Foto. Genau so eine soll es sein, eine Perser, Abessinier, Heilige Birma, Britisch Kurzhaar oder eine andere exotische Schönheit! Nun sollte der Interessent zunächst gezielt Informationen sammeln. Dazu kann man mit Haltern solcher Katzen sprechen, Websites und Bücher zu Rate ziehen, denn nicht immer ist die Katze, die einen spontan anspricht, auch wirklich geeignet.

Katzenrassen haben unterschiedliche Wesensmerkmale

Natürlich ist jedes Katzentier ein Individuum mit seinen unverwechselbaren Eigenheiten. Doch gerade gezielt gezüchtete Katzen entsprechen nicht nur äußerlich einem bestimmten Standard, sondern haben typische, über viele Generationen herausgebildete Wesensmerkmale. Rassebeschreibungen geben Auskunft darüber, ob eher mit einem anspruchsvollen oder einem pflegeleichten, mit einem sehr lebhaften oder einem eher ruhigen Tier zu rechnen ist. Haben Sie zum Beispiel Lust und Zeit, eine Langhaarkatze täglich zu bürsten und gelegentlich zu baden? Wenn nicht, dann ist eine Perser ungeeignet. Steht bei Ihnen genug Toberaum für eine möglicherweise recht wilde Bengalkatze zur Verfügung? Sind Sie wenig zu Hause, so dass eine sehr menschenbezogene Heilige Birma leiden würde? Möchten Sie die lautstarke Stimme einer Siamkatze auf Dauer hören? Und außerdem: Sind Sie bereit, für eine sehr seltene Rasse weite Wege und einen hohen Preis in Kauf zu nehmen?

Kontakt zu Katzenzüchtern aufnehmen

Hat man sich entschieden, so gilt es über Anzeigen und Internet-Seiten herauszufinden, wer wo solche Jungtiere abgibt und was sie kosten. Man wird natürlich nach Züchtern in der Nähe suchen, diese aber nicht immer finden. Der nächste Schritt ist die Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail. Stellen Sie Ihre Fragen, machen Sie sich aber auch darauf gefasst, dass auch Sie eingehend befragt werden, denn seriöse Züchter wollen möglichst sichergehen, dass ihre Liebhabertiere in wirklich gute Hände kommen. Ein Kätzchen ist keine Ware, auch wenn man dafür im Sinne einer Kostenerstattung bezahlen muss. Am besten geht der Besitzerwechsel vonstatten, wenn es gelingt, ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufzubauen, das auch nach der Übergabe der Katze nicht endet.

Besuch beim Katzen-Züchter

Der persönliche Eindruck ist sehr wichtig und durch Telefonate, Fotos und E-Mails nicht zu ersetzen. Ein Besuch im Haushalt der Katzenbesitzer dient zunächst dazu herauszufinden, ob es sich um seriöse Züchter handelt oder Vermehrer, also um Leute, die mit dem Verkauf von Katzen Geld verdienen wollen.

Hier eine Gegenüberstellung, an welchen Anzeichen Sie einen Vermehrer oder einen seriösen Züchter erkennen: